Wichtige Fakten über Olli Briesch zum auswendig lernen:

Olli kann... früh aufstehen, fast schon bayerisch sprechen, sich Wege auch ohne Navi nach einem Blick in die Karte merken, über 3000 Musiktitel nach 3 Sekunden erkennen, gut einparken, alle Folgen von "Stromberg" auswendig mitsprechen, auch mal zuhören, pünktlich sein. Kauft Klamotten immer quartalsmäßig, plant gerne individuelle Urlausbreisen, kann Fußball besser gucken als spielen, joggt gerne, liebt Trier, mag München, findet Köln auch ganz ok. Hat eine Bahncard, die er selten nutzt, stellt in Interviews- mit Leuten die er nicht mag - immer die gleichen Fragen, ist extrem gut im Biathlon, wenn er nicht Skifahren muss. Weiß, dass Mallorca auch schöne Ecken hat, kann sogar kochen, hat mal alle Folgen von "Raumschiff Enterprise - The next generation" auf VHS-Kassetten gesammelt, besucht das Oktoberfest, sind seine Freunde sehr wichtig, vermisst den "Bullen von Tölz", spricht ein unterdurchschnittliches Französisch und ein Spanisch, das besser klingt als ist!

Außerdem ist Olli der einzige Moderator Deutschlands, der es schon mal wegen eines Mofa-Witzes auf die :::Titelseite::: der türkischen "Bild"-Zeitung :::Hürriyet::: geschafft hat.

Olli nervt... dass er ungeduldig sein kann, LKW-Überholmanöver auf Autobahnen, bocklose Verkäufer, dass in Flugzeugen das Licht nur zu Start und Landung abgedimmt wird, Spam-Mail, Mittelspurbenutzer, Radiomoderatoren die gekünstelt klingen, das einen am Flughafen nur Männer beim Security-Check anfummeln, dass er bei Gesprächen den Faden verliert sobald im Hintergrund ein Radio läuft, schlechter Service, dass er Bücher oft nicht zu Ende liest, dass er nicht regelmäßiger Laufen geht, aggressive Menschen, wenn er mal "richtig coole Klamotten" für ein Fotoshooting mitbringen soll.

 

Ein kleiner Lebenslauf:

Start war im Januar 1975 in Trier. :::Trier::: ist die älteste Stadt Deutschlands und ich mag diese Perle an der Mittelmosel sehr gerne! Die Stadt ist grün, zugestellt mit römischen Baudenkmälern (bekanntestest Beispiel die Porta Nigra, siehe Startseite) und hat eine schöne Innenstadt mit netten Kneipen. Dazu kommen viele Studenten. Wenn man aber von dort unbedingt mal raus will und es nicht klappt, kann Trier aber auch sehr anstrengend sein. Habe ich mir sagen lassen. 1994 hat es für das Abitur gereicht. Trotz Physik-Leistungskurs. Danach habe ich gehört, dass es voll super ist, an der Uni Geographie und BWL zu studieren. Habe ich gemacht. So bis zur Hälfte. Bin trotzdem totaler Profi in Klima- und Verkehrsgeographie. Kann sogar 'ne Wetterkarte malen.

Der erste Kontakt zum Radio fand 1995 in der Eifel statt. Der Sender hieß Radioropa Info und war ein Nachrichtensender für Rheinland-Pfalz und Sachsen. Ich habe neben der Uni dort gejobbt. War echt crazy der Laden, ich war der Jüngste
in der Redaktion und es gab eine Menge zu sehen und zu lernen. Da ich hörbar aus Trier kam, musste ich erst mal Deutsch lernen. „Isch habe Diät gemacht und 10 Kilo abgeholt“ klingt im Radio irgendwie komisch. Als das einigermaßen funktioniert hat, durfte ich nach Beiträgen auch zum ersten Mal live lesen. War damals ein ziemlich aufregender Moment. Wie Sex. Nur länger. Waren die Bundesliga Halbzeit-Ergebnisse.

Im Sommer 1996 wollte ich weg vom knallharten, seriösen Journalismus und Musik hören,
die nicht unbedingt auch meinen Eltern gefällt. Casting gewonnen. Am 24.06.1996 erste eigene Nachmittagssendung bei ENERGY Rheinland-Pfalz.

Endlich beim Format Radio. Das hieß damals: 6 mal am Tag „Los del Rio“ mit „Macarena“, „LL Cool J“ mit „Doin’ it“ oder die „Fugees“ mit „Killing me softly“. Geil - nur es hätte nicht alles unbedingt in Ludwigshafen sein müssen. Die Stadt geht gar nicht. Es sei denn man steht auf Beton und depressive Einsamkeit. Egal. Es war eine sehr schöne Zeit.
Das Team hat viele Fans in ganz Rheinland-Pfalz gefunden.

Anfang 1998 der Sprung in den tiefen, exotischen Süden zu ENERGY München.
Es hat anfangs etwas gedauert, bis man bei den Eingeborenen als Moderator akzeptiert wurde. „Ehy, Seruvus, I bins, der Siggi. Wos hobst denn iahr füran Ausländer auf der Antenne, ha??“
München find’ ich super. Habe dann noch in München bis Herbst 2000 Medienmarketing fertig studiert, wollte aber trotzdem nicht für immer da bleiben.

Im Sommer 1999 erhört 1LIVE meinen Wunsch, wieder heimatnah versetzt zu werden. Im Dezember 1999 geht’s los. Mein erster Beitrag: Geschenktipps aus Maschendrahtzaun, damals Nr. 1 der Charts.

Am 5. Dezember 1999 dann die erste Sendung bei 1LIVE. Sonntags früh.
Erster Titel „Pet Shop Boys – New York City Boy.“ War seit langem noch mal richtig aufregend. Wie Sex. Nur länger. Von 5-8. Seit dem wohne ich in Köln. Aktuell moderiere ich die Morningshow auf 1LIVE, täglich von 5-10 Uhr zusammen mit meinem duften Kumpel Micha Imhof.

Es ist zwar anstrengend, sich schon morgens um 4 Uhr mit Leuten unterhalten zu müssen und ab 5 verständliche Sätze zu sprechen, aber es geht doch irgendwie und macht Spaß. Morgens hören die Leute noch ganz anders zu, sie liegen im Bett oder sitzen verpennt im Auto. Da kann sich keiner so richtig wehren, wenn man auf ihn einredet. Zudem ist der Tag morgens noch frisch, auch von den Themen her. Die Bild-Zeitung ist noch nicht zerschnitten, moderativ abgefrühstückt und zerschnippelt. Im Sender ist es morgens auch noch so schön leer, wir sind 5 Leute die den Laden schmeissen, erst gegen 8 wird es langsam voller.

Da mein Leben ja, wie Du siehst, schon total verrückt ist, bin ich in meiner Freizeit eher entspannt. Ich bin der Mann ohne Hobbies, wie mein Moderationskollege Micha Imhof gerne sagt. Stimmt eigentlich, denn im Gegensatz zu ihm hab ich mein Hobby ja zum Beruf gemacht. Aber das kannst Du ja jeden Morgen im Radio hören.

Fernsehen ist ein weiterer Job, den ich gerne mache. Dazu gehörte über 4 Jahre sonntags um 8 Uhr WECK UP in Sat.1, eine Sendung die ich sehr mochte, weil oft sehr interssante Gäste zu Besuch waren. Ansonsten kommen immer wieder Moderationen dazu, wie die der 1LIVE Krone, dem Radioaward von 1LIVE, den ich 9 mal moderieren durfte. "Für Heute-Danke!" hieß eine kleine Show, die ich im Sommer 2006 im WDR Fernsehen moderiert habe. Bei Sat.1 saß ich im Panel (dt. Gesprächsrunde, aus dem Altfranzösischen: panel, heute panneau = Tafel) der Sendung "Was denkt Deutschland". In Zukunft mag ich all das moderieren, was Kerner, Jauch und Pilawa übrig lassen.

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